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Sperrdifferenziale bzw. -tiale ersetzen normale Differenzialgetriebe in einem mehrspurigen Kraftfahrzeug und dienen dazu, Schlupf (im Extremfall Durchdrehen) am Rad mit der geringeren Bodenhaftung zu vermindern oder verhindern, indem sie entweder den Antriebsstrang versteifen (Drehzahlausgleich vermindern) oder das Drehmoment auf das Rad mit der besseren Bodenhaftung verteilen. Die Terminologie der Begriffe 'Sperrdifferenzial' und 'Differenzialsperre' ist historisch bedingt:
• Eine Differenzialsperre besteht aus einem normalen Differenzial und einer mechanischen Sperre (z. B. Klauenkupplung), die unter schweren Bedingungen (Geländefahrt, Eis, usw.) manuell zugeschaltet wird und das Differenzial außer Funktion setzt und beispielsweise verblockt, so dass die vom Differenzial bekannte Ausgleichsfunktion nicht mehr gegeben ist. Man nennt diese Form der Sperre auch „100%-Sperre“ (mehr dazu später).
• Das Sperrdifferenzial ist ein Ausgleichsgetriebe (Differential) mit konstruktiv verschlechtertem Wirkungsgrad und bremst die Ausgleichsbewegung. Dabei entsteht vor allem Reibungswärme. Das Sperrdifferential wird vor allem in der Schweiz auch als 'Differenzialbremse' bezeichnet.
Die Differenzialsperre ist so gesehen ein Spezialfall des Sperrdifferenzials mit 100% Sperrwirkung und das normale (offene) Differenzial ist ein Spezialfall mit 0% Sperrwirkung.
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